Plakate

Diese vier Plakate hängen seit dem 25.11.2016 an verschiedenen Standorten in Tübingen, und hoffen darauf Menschen zum Nachdenken zu bringen:

 

 

„Christlich-abendländische Werte“ sind zurzeit in aller Munde, oft in Abgrenzung zu „islamischen Einflüssen“.

Klar – jeder Kulturkreis, jede Religion hat ihre eigenen Werte und Traditionen. Dabei wird jedoch meist vergessen, dass Werte wie „Barmherzigkeit“ oder „Nächstenliebe“ eine zentrale Bedeutung in vielen Weltreligionen haben, insbesondere auch im Islam. Anstatt zu diskutieren, wer die „besseren“ Werte hat, wollen wir uns dafür einsetzen, dass unsere gemeinsamen Werte in dieser Welt gelebt werden – Werte, die gerade dann an Tiefe gewinnen, wenn mein Nächster nicht in allem gleich ist wie ich…

 

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Mancher Widerspruch lässt sich einfacher auflösen als gedacht, wenn man die richtigen Informationen hat. Braucht es vielleicht manchmal nur eine Übersetzung, um Gemeinsamkeiten zu entdecken?

Sicherlich bedeutet es für Muslime und Christen in vielerlei Hinsicht etwas anderes, an Gott zu glauben – nicht zuletzt unterscheiden sich die Gottesbilder beider Religionen, und auch von Person zu Person hat das Wort „Gott“ vielleicht eine ganz andere Bedeutung.

„Was bedeutet es für mich, an Gott / Allah zu glauben? Was bedeutet es für andere?“ – Wir wollen ermutigen, diesen Dialog zu suchen, von- und übereinander zu lernen und zusammen zu wachsen.

 

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Genauso, wie man bei „Allah“ wohl zuerst an den Islam denkt, wird „Jesus“ oft ausschließlich mit Christen- und Judentum verbunden. Tatsächlich jedoch spielt Jesus auch im Islam eine wichtige Rolle.

 

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In einer im September 2016 veröffentlichten Studie (Weichselbaumer, D.: Discrimination against Female Migrants Wearing Headscarves, Discussion Paper No. 10217) wurden die Ergebnisse von rund 1500 fiktiven Bewerbungen auf reale Stellenangebote in Deutschland vorgestellt. Die Bewerbungsunterlagen waren identisch bis auf die „Kleinigkeiten“ Name und Kopftuch (Bildquelle: Studie, S. 22):

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Das alarmierende Ergebnis: Sandra Bauer erhielt 18.8% positive Rückmeldungen, Meryem Öztürk (ohne Kopftuch) nur noch 13.5% und Meryem Öztürk (mit Kopftuch) lediglich 4.2%, weniger als ein Viertel so viele wie Sandra Bauer.

Das kann und darf nicht sein!

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